
Takedao Abandoned Railway Hike: Wandern auf Gleisen
Nur 30 Minuten von Osaka entfernt liegt eine verlassene Bahnstrecke. Heute verläuft ein Wanderweg auf ihr – ein besonderer Abstecher in die Natur von Osaka aus.
Reichen 3 Wochen für Japan? Auf jeden Fall! Ich stelle dir eine Reiseroute vor, die dich neben den großen Highlights auch zu einigen Geheimtipps führt – und außerdem eine große Sache anders macht als viele andere Rundreisen.
Vielleicht hast du schon von der „goldenen Route“ gehört – die klassische Rundreise, die viele machen, wenn sie zum ersten Mal für zwei oder drei Wochen Japan besuchen. Tokio, Mount Fuji, Kyoto und so weiter. Für die Beliebtheit dieser klassischen Japan-Reiseroute gibt es einen guten Grund: Sie deckt die meisten der berühmtesten Orte Japans ab. So weit, so gut. Oder?
Fast. Ich bin der Meinung, man kann die goldene Route an manchen Stellen noch goldener machen, sodass deine 3-Wochen-Reise durch Japan noch spektakulärer wird, als sie es auf der normalen goldenen Route wäre. Wie das geht?
Indem du einige Japan-Geheimtipps in deine Rundreise einbaust, die ich auf meinen sieben Reisen nach Japan kennen und lieben gelernt habe. Lies weiter und erfahre, um welche Geheimtipps es sich handelt – und welches der absoluten Wahrzeichen Japans du aus deiner Reiseroute streichen solltest.
Die folgende Japan-Rundreise ist auf eine Reisedauer von 3 Wochen ausgelegt. Sie beginnt und endet in Tokio und führt dich von dort bis auf die südlichste der vier Hauptinseln Japans, Kyushu. Die Stopps auf der Route habe ich nach Tagen gegliedert, damit sie so verständlich wie möglich ist. Zum Beispiel gibt es die Stationen „Tag 2 bis Tag 6: Tokio“ und „Tag 6 bis Tag 10: Kyoto“. In diesem Beispiel wäre Tag 6 der Tag, an dem du Tokio verlässt und nach Kyoto weiterreist.
Hier fängt alles an und der Vollständigkeit halber sollten wir diesen Tag mitzählen! In der Regel kommt dein Flug erst am nächsten Tag in Japan an, weshalb diese Japan-Rundreise bei Tag 2 beginnt. Wenn du die Wahl hast, entscheide dich für einen Flug, der am Nachmittag oder Abend in Japan landet. So fällt es dir leichter, den Jetlag schnell in Griff zu kriegen.
Japans Hauptstadt und größte Metropole ist der Ausgangspunkt von fast jeder ersten Japanreise – so auch von dieser 3-Wochen-Route. Und das aus gutem Grund: Die Megastadt ist so facettenreich wie kaum ein anderer Ort auf der Welt. Hier findest du pulsierende Stadtviertel wie Shibuya, in denen das Leben nie stillsteht. Riesige grüne Inseln wie den Ueno Park, die Rückzugsorte aus dem Asphaltdschungel bieten. Beeindruckende religiöse Bauwerke wie den weltbekannten Asakusa-Schrein. Und so viel mehr!
Tokio hat so viel zu bieten, dass eigentlich jede Aufenthaltsdauer etwas zu kurz ist. Lerne deshalb einfach die Seiten der Stadt besser kennen, die dich am meisten interessieren. Die Optionen sind unendlich. Hier einige Beispiele. Du willst Tradition? Asakusa-Schrein, Meiji-Schrein und Kaiserpalast. Action? Shibuya und Kabukicho. Ruhe? Ueno Park und Yanaka. Gute Aussichten? Tokyo Skytree, Tokyo Tower und Roppongi Hills. Shopping? Ginza und Akihabara. Du siehst – in Tokio findet jeder, was ihm gefällt.
Tokio hat zwei Flughäfen: Haneda und Narita. Haneda liegt quasi in der Stadt, Narita 70 Kilometer östlich. Ist Narita Tokios Frankfurt-Hahn?
Nein! Denn der Narita Airport ist top mit der Stadt verbunden. Mit den schnellsten Zügen (Keisei Skyliner) bist du in 45 Minuten schon mitten im Stadtzentrum.
Wenn du deine Japan-Flüge buchst, kannst du dich also guten Gewissens für jeden der beiden Flughäfen entscheiden.
Übrigens – um den Jetlag möglichst schnell zu besiegen, solltest du in den ersten Tagen am besten erst nach Mitternacht ins Bett gehen. Dann gewöhnt sich dein Körper am schnellsten an die japanische Zeit.
Die Möglichkeiten sind zahlreich, doch die meisten Unterkünfte findest du westlich vom Stadtzentrum rund um Shibuya und östlich in Asakusa und Umgebung.
Vorteil Shibuya: Du bist sofort und immer mitten in der Action. Die berühmte Kreuzung ist nah, das Nachtleben ist top und Shoppen kannst du direkt vor der Tür.
Vorteil Asakusa: Das Viertel ist ruhiger. Auch hier gibt’s berühmte Attraktionen wie den Asakusa-Schrein und den Tokyo Skytree. Und es ist etwas traditioneller.
Mein Tipp: Nimm Asakusa. Der entspanntere Vibe ist Gold wert, weil du so nach einem Tag Sightseeing immer einen Rückzugsort hast. Asakusa ist ruhig, aber keinesfalls langweilig!
Während der ersten vier Nächte deiner Japan-Rundreise in Tokio hast du die Wahl: Du kannst die Zeit komplett nutzen, um in die Stadt einzutauchen. Oder du nutzt einen Tag, um auch mal ein Highlight im Umland zu besuchen!
Die besten Ziele für Tagesausflüge sind Nikko und Kamakura. Nikko liegt nördlich in den Bergen und ist für seine Tempel und diese eine rote Brücke weltberühmt.
Kamakura liegt südwestlich am Meer. Auch Kamakura ist für seine Tempel und Buddha-Statuen berühmt, aber die Lage am Meer verleiht ihm einen ganz anderen Vibe als das gebirgige Nikko.
Du kannst bei beiden Zielen nichts falsch machen. Aber müsste ich mich entscheiden, würde ich Nikko wählen!
Dann ist der PokéPark Kanto vielleicht genau das richtige Tagesausflugs-Ziel für dich! Der Park ist brandneu, liegt 45 Minuten von Tokio entfernt und ist ein interessantes Ziel für alle Pokémon-Fans.
Ich habe den PokéPark Kanto kurz nach der Eröffnung im Februar 2026 besucht. Während er auf jeden Fall einige Highlights bietet, würde ich nicht uneingeschränkt den Besuch empfehlen.
Wenn du dich aber für Pokémon und den PokéPark interessiert, dann sieh dir meinen Erfahrungsbericht an. Dort liest du, wie du an Tickets kommst, was beim Besuch zu beachten ist und wie ich den Park bewerten würde!
An Tag 6 steigst du in Tokio in den Shinkansen – der weltberühmte japanische Schnellzug ist eine Sehenswürdigkeit für sich – und fährst ungefähr drei Stunden nach Südwesten, bis du in Kyoto aus dem Zug steigst. Mit 1,5 Millionen Einwohnern ist auch Kyoto ohne Zweifel ist eine Großstadt, doch der Vibe ist komplett anders als in der Megacity Tokio.
Kyoto war über 1.000 Jahre lang Hauptstadt von Japan und das merkt man. Keine andere japanische Stadt hat einen solchen Reichtum an Tempeln, Schreinen und traditionellen Gebäuden zu bieten. Das macht den Reiz Kyotos aus. Und dass viele der berühmtesten Bauwerke nah beisammen liegen und perfekt zu Fuß – oder mit einem der vielerorts verfügbaren, günstigen Leihfahrräder – besucht werden können, ist das i-Tüpfelchen.
Nachdem du in Tokio sozusagen das moderne Japan im Maximalmodus kennengelernt hast, bietet das ruhigere Kyoto einen faszinierenden Blick in die Vergangenheit. Die Beliebtheit der Stadt macht sich allerdings bemerkbar: Kyoto hat seit einigen Jahren mit Overtourism zu kämpfen. Manche Tempel wie der berühmte Kiyomizu-dera sind zu den beliebtesten Reisezeiten Anfang April und Ende Oktober geradezu mit Touristen verstopft.
Du hast keine Lust, dich jeden Tag mit abertausenden anderen Reisenden durch die Tempel zu zwängen? Keine Sorge, es gibt attraktive Alternativen! Zum Beispiel ist einer der berühmtesten Tempel Kyotos noch magischer – und quasi menschenleer – wenn du ihn nach Einbruch der Dunkelheit besuchst. Außerdem liegt in perfekter Tagesausflug-Distanz eine Naturschönheit, die schon seit 400 Jahren als eine der drei schönsten Landschaften Japans gilt. Hier die Details!
Der Fushimi-Inari-Schrein ist eine von Kyotos bekanntesten Sehenswürdigkeiten und sollte auf deiner 3-Wochen-Japanreise nicht fehlen! Er ist bekannt für die abertausenden roten Tore – auf japanisch torii – die die Hänge des Bergs säumen, an dem der Schrein errichtet wurde.
Klingt super, oder? 10 Millionen Menschen pro Jahr sind der gleichen Meinung. So viele besuchen den Fushimi-Inari-Schrein nämlich jährlich. Das bedeutet: Es wird dort ziemlich voll. Zumindest tagsüber.
Doch sobald die Sonne untergegangen ist, bietet sich ein anderes Bild – ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die Menschenmassen sind fort, die Stille ist da und du kannst fast alleine zwischen den torii wandern, die in der Dunkelheit rot glänzen.
Wenn du Lust auf einen Tagesausflug von Kyoto aus hast, ist Amanohashidate ideal. Der Ort liegt nördlich von Kyoto an der Küste, etwa 2,5 Stunden per Zug entfernt. Amanohashidate gilt als eine der drei schönsten Landschaften Japans – seit 400 Jahren.
Der Grund? Die einmalige Geografie des Orts. Genauer gesagt, eine natürliche, drei Kilometer lange, kiefernbewachsene Sandbank, die quer durch eine Bucht verläuft und diese vom Meer abtrennt, gesäumt von Bergketten auf beiden Seiten, von wo aus man eine fantastische Aussicht auf die Sandbank hat.
Amanohashidate ist ein eher selten besuchtes Ziel, aber wenn du deine vier Tage in Kyoto mit einem Abstecher an einen besonderen Ort kombinieren willst, ist Amanohashidate eine super Wahl.
Während deiner Zeit in Kyoto solltest du unbedingt einen Abstecher nach Nara machen. Nara liegt eine 60-minütige Zugfahrt von Kyoto entfernt und ist vor allem für eins bekannt: seine Rehe. Im weitläufigen Nara-Park am östlichen Rand der Stadt lebt eine Population von etwa 1.500 wilden Rehen, die schon seit Jahrhunderten dort mit den Menschen koexistieren. Im Laufe der Jahre haben die Rehe ihre Scheu vor den Menschen abgelegt. Heute kannst du im Nara-Park durch Gruppen von Rehen spazieren, die die menschlichen Besucher mit verschieden viel Nachdruck um Snacks bitten.
Die Rehe haben sogar gelernt, beim Bitten ihre Köpfe zu senken – wie die typisch japanische Verbeugung. Daneben bietet der Nara-Park auch einige schöne Tempel und Schreine und am östlichen Ende des Parks hast du vom Wakakusayama Hill eine großartige Aussicht über Nara. Der Ausflug von Kyoto nach Nara ist ideal als Halbtages-Trip. Wenn du in Nara schneller unterwegs sein willst, kannst du direkt am Bahnhof für wenig Geld E-Bikes mieten.
Vor einigen Jahren waren die Japan Rail Passes – all-you-can-ride Eisenbahnpässe für Touristen – fast immer die mit Abstand günstigste Option, durch Japan zu reisen. Dann kamm 2023 und Japan Railways, die nationale Eisenbahngesellschaft, erhöhte die Preise über Nacht um 70 Prozent. Seitdem lohnen sich die meisten Rail Passes für die meisten Reisenden nicht mehr.
Bei dieser Japan-Rundreise ist es anders. Durch den Sanyo-San’in Northern Kyushu Area Pass wirst du über eine Woche hinweg fast 50% der Kosten sparen, die du sonst für Züge bezahlen würdest. Der Sanyo-San’in Northern Kyushu Area Pass gilt 7 Tage lang, kostet 26.000 Yen und deckt ungebrenzt alle Japan Railways-Züge in der Region zwischen Kyoto, Osaka, Hiroshima sowie im Norden von Kyushu ab. Und genau diese Region wirst du nach deiner Abreise aus Kyoto bereisen.
Den Sanyo-San’in Northern Kyushu Area Pass buchst du am besten online, bevor du deine Japanreise antrittst. Du kannst angeben, an welchem Bahnhof in Japan du ihn abholen möchtest und ab wann er gültig sein soll. Wähle Kyoto Station als Abholbahnhof. Was die Gültigkeit betrifft: Wenn du den oben erwähnten Tagesausflug von Kyoto nach Amanohashidate unternimmst, mach ihn am besten am letzten Tag vor deiner Abreise aus Kyoto und lasse die Gültigkeit deines Rail Pass am gleichen Tag beginnen, sodass er von Tag 9 bis einschließlich Tag 15 deiner Japan-Rundreise gültig ist. So holst du das Maximum aus dem Pass für deine Reiseroute heraus.
Mount Fuji liegt doch zwischen Tokio und Kyoto. Also warum fehlt der Stopp am berühmtesten Berg Japans?
Falls dir das beim Lesen der Reiseroute durch den Kopf ging: Gut beobachtet. Aber komplette Absicht von mir. Das ist die zu Beginn des Guides ominös angekündigte, große Sache, die meine 3-Wochen-Japanreise anders macht als fast jeder andere Guide. Mount Fuji spielt auf dieser Rundreise keine Rolle.
Ein Sakrileg? Vielleicht. Doch ich bin überzeugt, dass du mehr von deiner Japanreise hast, wenn du auf Mount Fuji verzichtest. Denn in den meisten Monaten kannst du nicht besonders viel mit Mount Fuji anstellen. Klar kannst du ihn von Hakone oder Fujikawaguchiko aus der Ferne bewundern. Aber das war’s dann auch schon – und meiner Ansicht nach musst du dafür nicht extra einen Stopp auf deiner Japanreise einlegen. Aus der Ferne kannst du Mount Fuji bei gutem Wetter auch von Tokio oder vom Flugzeug aus sehen (Mein Tipp: Fensterplatz rechts).
Versteh mich nicht falsch: Mount Fuji ist ein nationales Heiligtum Japans und sicher einen Besuch wert. Aber solange du den Berg nicht besteigen willst – und das geht nur zwischen Anfang Juli bis Anfang September, der unangenehmsten Reisezeit für Japan – würde ich dir empfehlen: Spar dir den Stopp und entscheide dich lieber für einen Berg, den du voll und ganz erleben kannst statt nur aus der Ferne. Mehr dazu später!
An Tag 10 deiner Reise ist es soweit: Du verlässt Kyoto. Deine Reise mit dem Shinkansen führt dich 90 Minuten und 400 Kilometer nach Westen in eine Stadt, die an einem Tag vor etwa 80 Jahren plötzlich aufhörte, zu existieren: Hiroshima.
Von der Atombombe fast komplett ausgelöscht – nur wenige Städte auf der Welt haben eine so tragische Geschichte wie Hiroshima. Und wenn du vor der Ruine des Atomic Bomb Dome (Foto oben) stehst, wird dir das unmittelbar deutlich. Nicht, weil der Atomic Bomb Dome heute die einzige Ruine in Sicht ist. Sondern, weil er damals vor 80 Jahren das einzige war, das überhaupt noch existierte. Alles andere, was ihn heute umgibt, war in jenem Moment nichts.
Umso beeindruckender ist es, was für eine Stadt Hiroshima heute ist: lebensfroh, entspannt, weltoffen. Die Zerstörung von damals nahmen die Bewohner von Hiroshima als Anlass, um sich seither für den Weltfrieden und die Abkehr von Atomwaffen einzusetzen – was unter anderem im weltweit bekannten Friedensmuseum der Stadt und durch den Friedenspark Hiroshima deutlich wird.
Drei Nächte in Hiroshima sind die ideale Länge für deine 3-wöchige Rundreise durch Japan. So hast du einen vollen Tag, um die Stadt und ihre Geschichte besser kennenzulernen. Am anderen vollen Tag würde ich dir einen Abstecher auf eine Insel nahe Hiroshima empfehlen – nach Miyajima. Miyajima gehört wie Amanohashidate zu den drei schönsten Landschaften Japans. Dort steht außerdem eins der Wahrzeichen des Landes, das du wahrscheinlich auch schon von Fotos kennst.
Miyajima ist das perfekte Ziel für einen Tagesausflug von Hiroshima aus. Die Insel ist etwa so groß wie Borkum (aber deutlich bergiger) und am bekanntesten für das torii, das vor ihrer Küste im Meer steht und bei der Flut komplett vom Wasser umgeben ist. Abgesehen davon bietet Miyajima noch mehr: einen Tempelkomplex auf einem ihrer Berggipfel, von wo aus man eine fantastische Aussicht auf die umliegende Insellandschaft hat. Nicht umsonst wird auch Miyajima seit fast 400 Jahren zu den drei schönsten Landschaften Japans gezählt.
Nachdem du Hiroshima kennengelernt hast, steigst du wieder in den Zug und fährst weiter nach Süden. Du nimmst den Shinkansen nach Kumamoto und steigst dort in den Local Train nach Aso um. Deine Japan-Rundreise führt dich jetzt ins Herz der südlichsten Hauptinsel, Kyushu. Und zwar in die Kleinstadt Aso, wo du zwei Nächte in beeindruckender Natur verbringst, im Schatten eines der gewaltigsten Vulkane des Landes – Mount Aso.
Mount Aso besteht aus mehreren Gipfeln, die von weitläufigem Grasland umgeben sind, welches sich je nach Jahreszeit in sattem Grün oder leuchtendem Gelb im Wind wiegt. Der Krater von Mount Aso ist sehr aktiv und in den letzten 10 Jahren mehrmals ausgebrochen – an manchen Tagen ist der Besuch des Vulkankraters wegen starken Gaswolken nicht möglich. Doch auch an diesen Tagen lohnt sich der Besuch, denn auch unterhalb des Kraters lädt das Aso-Grasland zum Wandern ein.
Das Umland von Mount Aso ist fast so beeindruckend wie der Berg selbst. Rund um Mount Aso herum erstreckt sich eine flache, fruchtbare Ebene, die von einigen kleinen Städtchen und zahlreichen Reisfeldern geprägt ist. Den äußeren Rand dieser Ebene markiert eine weitere Gebirgskette, welche die Ebene fast vollständig kreisförmig umgrenzt. Warum ist das Land zwischen Mount Aso und dieser Gebirgskette so flach? Weil es vor langer Zeit bei der Explosion eines Vulkans entstand, der ein Vorgänger von Mount Aso war. Du befindest dich sozusagen in einem riesigen, urzeitlichen Krater, aus dessen Mitte der heutige Mount Aso aufragt.
Mount Aso und Umgebung sind in Japan einmalig und das perfekte Ziel, um auf deiner 3-Wochen-Japanreise die faszinierende Natur des Landes kennenzulernen. Zwei Nächte Aufenthalt reichen aus, um die Region gut kennenzulernen und an einem Tag zu einer längeren Wanderung auf Mount Aso aufzubrechen. Du hast verschiedene Wanderrouten zur Auswahl – und kannst abends deine müden Glieder im kleinen, aber feinen Onsen der Stadt Aso entspannen.
Nach dem Vulkan ist vor der nächsten Metropole: An Tag 15 verlässt du die malerische Landschaft rund um Aso und fährst über Kumamoto zurück nach Westen, bis du in Osaka ankommst. Das ist die längste Zugfahrt auf deiner 3-Wochen-Reise durch Japan – von Aso nach Osaka sind es etwa 5 Stunden.
Gleichzeitig ist Tag 15 der letzte Geltungstag deines Sanyo-San’in Northern Kyushu Area Pass und du hast richtig viel aus ihm rausgeholt. Kyoto, Amanohashidate, Hiroshima, Aso, Osaka – für diese Strecke würden die Zugtickets ohne Rail Pass etwa 50.000 Yen kosten und du hast für den Pass nur 26.000 bezahlt. Das gesparte Geld kannst du in Osaka für Essen auf den Kopf hauen, denn hier isst es sich besser als in jeder anderen Stadt Japans.
Wenn Tokio die Seele Japans ist, dann ist Osaka Japans Herz. In puncto Schönheit kann die Stadt nicht mit Tokio mithalten – wenn es um den Charakter geht, ist Osaka aber mindestens gleichauf. Während Tokio elegant, perfektionistisch und sauber ist, ist Osaka bodenständig, lebensfroh und – für japanische Verhältnisse – mancherorts etwas heruntergekommen. Die Einwohner von Osaka gelten in Japan als humorvoll, direkt und warmherzig. Genau diesen Charakter hat auch ihre Stadt.
Die meisten Hauptattraktionen von Osaka sind deutlich näher beisammen als in Tokio und liegen quasi auf einer Linie, die am Bahnhof Osaka beginnt und nach Süden verläuft. Buche deine Unterkunft deshalb am besten in einer dieser Gegenden:
Osaka hat zahlreiche bekannte Sehenswürdigkeiten für dich auf Lager. Die berühmtesten sind:
Wenn du auf deinem Osaka-Aufenthalt nicht alle Tage in der Stadt verbringen willst, gibt es verschiedene gute Möglichkeiten für Ausflüge:
Du bist zu diesem Zeitpunkt bereits über zwei Wochen in Japan und hast unzählige neue Erfahrungen auf deiner Reise gemacht. Du hast noch reichlich Energie übrig und willst MEHR? Mehr von Japan? Dann ist hier ein Bonustipp für dich: Mach einen Abstecher von Osaka auf die Katzeninsel Sanagijima und lerne noch eine Seite von Japan kennen!
In Japan findest du mehrere Katzeninseln – kleine, besiedelte Inseln, deren Bevölkerung mangels Perspektiven im Lauf der letzten Jahrzehnte zunehmend aufs Festland abwanderte oder einfach überalterte und schließlich verstarb. In der Folge nahm die Katzenbevölkerung auf diesen Insel stark zu – die Katzen konnten sich ungebremst vermehren und in den zunehmend verlassenen Siedlungen ausbreiten.
Paradoxerweise führte das im Falle einiger Inseln dazu, dass das Interesse an ihnen wieder zunahm. Eine Insel, auf der Katzen das Sagen haben? Touristenmagnet! Und wenn Touristen kommen, eröffnen Cafés, Hostels und Restaurants. Einige Katzeninseln sind heute beliebte Besucherziele. Sanagijima ist noch ein Geheimtipp – perfekt für deine Rundreise!
Sanagijima ist von Osaka nicht als Tagesausflug erreichbar – du musst eine Übernachtung einplanen, entweder auf der Katzeninsel selbst oder auf dem Festland, zum Beispiel in Marugame. Wenn du auf deiner 3-Wochen-Japanreise noch ein ungewöhnliches Ziel besuchen willst, das kaum bei anderen Touristen bekannt ist, dann opfere eine deiner Nächte in Osaka und mache einen Abstecher nach Sanagijima. Kehre von dort dann wieder nach Osaka zurück.
An Tag 19 verabschiedest du dich von Osaka und steigst in den Shinkansen, der dich zurück nach Tokio bringt. Hier hast du noch einen weiteren vollen Tag, um Souvenirs zu kaufen und die Attraktionen zu besuchen, die du zu Beginn deiner Reise verpasst hast.
Was Souvenirs betrifft, hat Tokio wirklich überall etwas zu bieten. In Shibuya findest du so ziemlich alles sowie beliebte Pop-Up-Stores internationaler Marken. Das nahegelegene Harajuku ist eine beliebte Gegend für Second Hand-Shopping. Akihabara ist deine Adresse, wenn du Elektronik, Tech- und Gaming-Artikel mit nach Hause nehmen willst, von Konsolen bis Sammelkarten. Und Ginza ist der beste Ort für High End-Shopping.
Doch die besten Souvenirs sind die Erfahrungen, die du auf dieser 3-Wochen-Rundreise durch Japan gemacht hast. Klingt cheesy, doch sie werden dich lange begleiten und vielleicht dazu führen, dass diese Japan-Reise nicht deine letzte war. Dein aktuelles Japan-Kapitel schließt du allerdings an Tag 21 mit dem Rückflug nach Deutschland ab.
Die hier beschriebene 3-Wochen-Rundreise durch Japan ist perfekt für jede Jahreszeit, in der es tagsüber wärmer als 20°C ist. Das heißt: Diese Japan-Rundreise ist am besten geeignet für die Zeit zwischen Anfang April und Ende Juni sowie zwischen Anfang September und Ende Oktober.
Für die Winterzeit von November bis Anfang März würde ich dir diese Japan-Rundreise nicht empfehlen, da in dieser Zeit Nordjapan einfach attraktiver ist – Tohoku und Hokkaido sind im Winter ein wahres Schneeparadies und nicht nur für Wintersportler interessant.
In der Kirschblütenzeit zwischen Anfang März und Anfang April würde ich dir diese Route auch nicht empfehlen, da es in diesem Zeitraum einige Reiseziele in Japan gibt, die vor allem durch die Kirschblüte erst richtig attraktiv werden und sich nur in diesem Zeitraum lohnen.
Und im japanischen Sommer von Anfang Juli bis Anfang September können die Temperaturen so schwülheiß werden, dass vor allem die südliche Hälfte von Japan – auf dieser Rundreise vor allem Hiroshima und Aso – unattraktiv wird. Außerdem kannst du in diesem Zeitraum Mount Fuji besteigen, was ich dir auch empfehlen würde, wenn du Interesse hast. Wenn du das machst, dann streiche Hiroshima und Aso aus deiner Route und verbringe mehr Zeit an Mount Fuji und in den japanischen Alpen.
Diese 3-Wochen-Japan-Rundreise machst du komplett mit dem Zug. Kein Reisebus, kein Flugzeug, kein Mietwagen. Wenn du das erste Mal nach Japan reist, würde ich dir immer empfehlen, dich voll und ganz auf die Eisenbahn zu verlassen – denn sie ist nicht nur superpünktlich und komfortabel, sondern auch eine Attraktion für sich. Vor allem der Shinkansen, der dank höchster Geschwindigkeit in kürzester Zeit weit voneinander entfernte Regionen Japans verbindet.
Auf jeden Fall! So sparst du Zeit und Geld, da du auf eine Fahrtstrecke an einen Ort verzichtest, an dem du bereits warst. Wenn du nach Gabelflügen suchst, findest du schnell solche Alternativen, die oft nicht teurer sind als der Hin- und Rückflug von Tokio.
Mein Tipp: Suche nach Verbindungen, die von Osaka (Kansai International Airport – KIX) oder Fukuoka (Fukuoka Airport – FUK) nach Deutschland zurückfliegen. Der Kansai International Airport ist von Osaka gut in 60 Minuten mit dem Zug zu erreichen. Wenn du von hier fliegst, kannst du auf die Rückkehr nach Tokio verzichten und die letzten Tage auf deiner Japanreise stattdessen in der Region rund um Osaka mit seinen zahlreichen Ausflugszielen verbringen.
Fukuoka erreichst du in einer Stunde von Hiroshima oder drei Stunden von Aso. Wenn du von Fukuoka zurückfliegst, musst du allerdings die Reihenfolge dieser 3-Wochen-Japanreise etwas anpassen. Besuche in diesem Fall Osaka direkt nach Kyoto und fahre von dort nach Hiroshima und Aso weiter. Von Aso reist du dann nach Fukuoka, verbringst dort eine Nacht und fliegst am nächsten Tag nach Deutschland.
Deine Japan-Reise ist einige Tage kürzer, aber immer noch länger als zwei Wochen? Damit du trotzdem alle wichtigen Orte auf dieser Reiseroute besuchen kannst, empfehle ich dir:
Deine Japan-Reise ist einige Tage länger, aber immer noch kürzer als vier Wochen? Um diese Extrazeit möglichst gut zu nutzen, empfehle ich dir:

Nur 30 Minuten von Osaka entfernt liegt eine verlassene Bahnstrecke. Heute verläuft ein Wanderweg auf ihr – ein besonderer Abstecher in die Natur von Osaka aus.

Im entlegenen Iya Valley wurden Flüsse traditionell mit Brücken aus Lianen überwunden. Heute sind nur noch drei dieser Brücken übrig – Kazurabashi ist die bekannteste.

Mount Tsurugi ist der höchste Berg im Iya Valley auf Shikoku. Vom Gipfel hast du einen großartigen Panoramablick auf das Tal – doch bereits der Weg nach oben lohnt sich.

Im Iya Valley auf Shikoku liegt ein Dorf, das in ganz Japan einmalig ist: Nagoro Village. Es ist von hunderten Vogelscheuchen bevölkert. Entdecke es selbst – wenn du dich traust.
Hi, ich bin Fabian und ich reise gerne. WOW! Überraschend, oder? Außerdem bin ich der Mann hinter Nihonestly, selbstständiger Marketingberater, Teilzeit-DJ und fotografiere gerne, aber nicht immer gut. Japan war für mich Liebe auf den zweiten Blick, dafür dann aber richtig. Auf Nihonestly teile ich persönliche Erfahrungen und Tipps aus meinen Japanreisen. Der Fokus meines Blogs liegt auf den weniger bereisten Gegenden Japans. Für diese weniger bekannten Seiten und Geheimtipps Japans will ich dich begeistern, damit du sie bei deiner nächsten Japanreise vielleicht auch besuchst!
Nihonestly ist anders als andere Japan-Reiseblogs – dafür gibt es 3 Gründe:
Nihonestly ist der richtige Blog für alle, die auf ihrer Japanreise einen oder zwei besondere Stops machen möchten und Inspiration dafür suchen. Ganz gleich, ob du einen 2-Wochen-Trip von Tokio nach Kyoto und zurück planst oder in 4 Wochen den Großteil Japans abdecken willst – wenn du noch auf der Suche nach einem weiteren Highlight für deine Reiseroute bist, dann bist du auf Nihonestly richtig. Ich hoffe, du findest hier, was du suchst!
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