
Takedao Abandoned Railway Hike: Wandern auf Gleisen
Nur 30 Minuten von Osaka entfernt liegt eine verlassene Bahnstrecke. Heute verläuft ein Wanderweg auf ihr – ein besonderer Abstecher in die Natur von Osaka aus.
Mitten in Kyushu, der südlichsten von Japans vier Hauptinseln, liegt ein Vulkan in einer einzigartigen Landschaft. Umgeben von saftigem Grasland ragt Mount Aso aus einem riesigen urzeitlichen Vulkankrater auf, der einst durch eine gewaltige Explosion entstand. Auch Mount Aso ist kein schlafender Riese, sondern bricht regelmäßig aus. Für mich sind Mount Aso und die umliegende Region absolute Lieblingsorte in Japan.
Der Berg Mount Aso liegt in der Präfektur Kumamoto, im Herzen von Kyushu. Zu dessen Fuße liegt Aso, eine Kleinstadt, die den Namen des Berges trägt. Mount Aso ist Teil des Aso-Kuju-Nationalparks, der zu den schönsten Nationalparks Japans gezählt wird. Mount Aso besitzt fünf Gipfel, die zwischen 1.326 Metern (Kishimadake) und 1.592 Metern (Takadake) hoch sind. So gesehen ist Mount Aso also ein Berg, aber gleichzeitig mehrere Berge. Der Vulkankrater von Mount Aso zählt zum Nakadake-Gipfel, der 1.506 Meter hoch ist.
Die einfachste Anreise nach Aso machst du über Kumamoto, die Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur. Von dort bist du mit dem Zug in etwa 90 Minuten in Aso. Kumamoto ist ans Shinkansen-Netz angebunden und von Großstädten wie Osaka, Hiroshima und Fukuoka sehr einfach erreichbar. Alternativ kannst du auch von Osten, über Beppu oder Oita, mit dem Zug nach Aso reisen – das dauert aber etwas länger (2,5 Stunden). Vom Bahnhof in Aso – Aso Station verkehren jeden Tag regelmäßig Busse auf den Gipfel von Mount Aso. Wenn du lieber selbst fahren möchtest, gibt es in Aso jedoch auch eine Filiale von Toyota Rent-A-Car.
Für mich ist Aso einer der absoluten Lieblingsorte in Japan. Mich fasziniert die unglaubliche Energie der Natur, die man auf dem Gipfel von Mount Aso fühlen kann. Auch die umliegende Landschaft ist einzigartig schön. Unterhalb des Gipfels erstreckt sich endloses Grasland über Mount Aso, das je nach Jahreszeit die Farbe wechselt. Und um den Berg herum erstreckt sich flaches, fruchtbares Land in einem riesigen urzeitlichen Vulkankrater, das ringsherum von einer Bergkette umgeben ist. So einen Ort gibt es kein zweites Mal – was gibt es daran nicht zu lieben?
Wenn du Mount Aso besuchst, wird die gleichnamige Kleinstadt an dessen Fuße deine Homebase sein. Aso ist auf eine charmante Art verschlafen und bietet dir trotzdem alles, was du brauchst: Einen Bahnhof zum Ankommen und Abreisen, einen Convenience Store, eine kleine Auswahl an Restaurants, ein Hostel zum Übernachten und sogar ein kleines, günstiges Onsen in Bahnhofsnähe. Auch eine Mietwagenstation gibt es, falls du Mount Aso und die Region lieber mit dem Auto erkunden willst.
Wenn du mit dem Zug anreist, ist Aso Station dein Tor zum Mount Aso. Der kleine Bahnhof ist etwa 90 Minuten von Kumamoto entfernt. Die Zugfahrt von Kumamoto nach Aso bietet einige wunderschöne Panoramablicke, vor allem, wenn du auf der rechten Seite sitzt. So steigt die Vorfreude von Minute zu Minute.
Die Züge der JR Hohi Line zwischen Kumamoto und Aso verkehren mehrmals pro Stunde. Wenn du mit einem der berühmten japanischen Themenzüge fahren willst, hast du auf dieser Strecke die Chance: Der „Aso Boy“ fährt täglich zwei mal auf der Strecke zwischen Kumamoto und Aso.
Für seine niedrige Einwohnerzahl (28.000) ist Aso erstaunlich weitläufig, aber keine Sorge: In der Nähe des Bahnhofs – sozusagen das touristische Zentrum des Orts – findest du die wichtigsten Annehmlichkeiten.
Dazu gehören der unverzichtbare Lawson, in dem du dich mit Verpflegung für deine Wanderungen eindecken kannst, eine wirklich gute Ramen-Bar und sogar ein Onsen (Aso Bochu Onsen) in unmittelbarer Bahnhofsnähe, in dem du für 400 Yen deine müden Glieder nach einer Bergtour regenerieren kannst.
Allzu viele Optionen zum Übernachten gibt es in Aso nicht und die meisten von ihnen sind größere Hotelkomplexe. Wenn du nach einem Hostel suchst, hast du genau eine Option – aber die ist klasse: Das Aso Base Backpackers.
Das Hostel liegt weniger als fünf Minuten zu Fuß von Aso Station entfernt und ist eines der saubersten Hostels, in dem ich je war. Und viele Hostels in Japan sind extrem sauber, also bedeutet das etwas.
Ein Bett im Schlafsaal bekommst du für 2.800 Yen pro Nacht und ein Einzelzimmer bereits ab 5.500 Yen (Januar 2026: entspricht knapp 30€). Ich war inzwischen fünf Mal im Aso Base Backpackers und würde stets wieder dorthin zurückkehren.
Aber genug von der Kleinstadt. Jetzt befassen wir uns mit dem eigentlichen Star der Show: Mount Aso. Einfach ausgedrückt besteht Mount Aso aus zwei Biomen – dem unteren Teil des Berges, der von weitem, hügeligem Grasland geprägt ist und der obere Teil des Berges, wo die Vegetation zunehmend zerklüfteten Fels- und Gerölllandschaften Platz macht und wo auch der Vulkankrater liegt.
Als ich im September 2017 zum ersten Mal Aso besuchte, war der obere Teil von Mount Aso mit dem Krater nicht zugänglich – das Kumamoto-Erdbeben und die anschließende Eruption von Mount Aso waren noch nicht lange her und vom Vulkan ging immer noch ein erhöhtes Ausbruchsrisiko aus. Meine Aktivitäten waren also auf den unteren Teil des Bergs begrenzt. Doch das reichte voll und ganz, um mich in ihn zu verlieben.
Wenn ich „unterer Teil von Mount Aso“ sage, dann meine ich damit tatsächlich den größten Teil des Berges. Der obere Teil mit karger Vegetation, Felswüsten und dem Vulkankrater beginnt nämlich wirklich weit oben – ab dem „Aso Sanjo Terminal“-Besucherzentrum oben auf dem Berg. Doch auch schon unterhalb davon gibt es so viel beeindruckende Natur zu sehen, dass du locker einen ganzen Tag auf Mount Aso verbringen kannst, ohne auch nur in die Nähe des Kraters zu gehen.
Denn der untere Teil von Mount Aso ist vor allem durch endlos wirkendes Grasland geprägt, das die Hänge des Berges bedeckt. Die Vegetation ist, abgesehen von einigen verstreuten Wäldchen, maximal brusthoch, was dir eine einzigartige 360-Grad-Aussicht ins Tal ermöglicht. Wenn du durch diese Landschaft wanderst, die Pflanzen sanft im Wind rauschen und du die einzigartige Weite der Berghänge auf dich wirken lässt, spürst du, wie besonders Mount Aso ist.
Am oberen Ende des unteren Teils von Mount Aso beginnt die Landschaft, sich zu verändern. Das Terrain steigt steiler an als weiter unten, die Vegetation wird etwas dünner und die niedrigeren der Gipfel von Mount Aso tun sich vor dir auf. Der bekannteste davon ist der 1.326 Meter hohe Kishimadake. Wenn du den Aufstieg wagst, mach dich auf eine Menge Treppen gefasst – aber für die Aussicht vom Gipfel lohnt sich jede Stufe!
Nicht weit entfernt von Kishimadake liegt Eboshidake, mit 1.337 Meter Höhe ein weiterer Gipfel, bei dem sich der Aufstieg lohnt. Zwischen den beiden verläuft in einer Senke die Straße zum Vulkankrater. An ihr findest du das Mount Aso Visitor Center mit dem Aso Volcano Museum, das die vulkanische Aktivität in der Region präsentiert sowie Kusasenrigahama, eine grasige Ebene, die für ihren großen natürlichen Teich und die frei laufenden Pferde bekannt ist.
"Über Aso liegt / Ein Meer aus Gras, weiß und gold / Und wogt sanft im Wind"
– Eigenes Haiku über Mount Aso
Dass du dich dem oberen Teil von Mount Aso näherst, merkst du an verschiedenen Indizien: Die Vegetation wird spärlicher, das Grasland weicht zunehmend Felsen und Geröll. Es wird deutlich windiger als weiter unten. Die Landschaft ist von Asche bedeckt. Und vielleicht liegt auch bereits ein wenig Schwefel in der Luft. Mach dich bereit, denn jetzt beginnt der unwirtliche Teil von Mount Aso – eine Mischung aus roher Naturgewalt und zerklüfteter Schönheit.
Schon der Krater selbst ist ein denkwürdiger Anblick. Wahrscheinlich steigen Dämpfe auf, wenn du ihn besuchst. Vielleicht kannst du trotzdem einen Blick auf den Kratersee erhaschen, der in einem unwirklich hellen Blauton strahlt. In jedem Fall ist der Besuch ein Zeugnis für die Kräfte, die die Natur gelegentlich entfesseln kann – vom Krater selbst, über die Beton-Schutzbunker in dessen Nähe, in denen man sich bei einem Ausbruch vor fallendem Gestein schützen soll, bis hin zu den ständigen Durchsagen, die über die Vulkangasmenge in der Luft informieren.
Der Krater von Mount Aso ist dir nicht genug? Super, dann bist du genau am richtigen Ort. Wenn du noch höher hinaus willst, empfehle ich dir den Aufstieg auf Nakadake, dem Gipfel von Mount Aso, der dem Vulkankrater am nächsten liegt. Auf dem Papier scheint diese Wanderung nicht weit – etwa 6 Kilometer. Aber du wirst trotzdem einige Stunden brauchen, bis du wieder am Ausgangspunkt angelangt bist, denn der Aufstieg ist sehr steil.
Als ich zum ersten Mal auf Nakadake stieg, wollte ich eigentlich nur die weitere Gegend um den Krater von Mount Aso erkunden, folgte dann aber einem der Wege weiter als beabsichtigt. In der Ferne sah ich eine Felswand, die fast senkrecht aufzusteigen schien. Bei genauerem Hinsehen bemerkte ich, dass sich kleine Punkte auf der Felswand bewegten. Wanderer! Ich konnte kaum glauben, dass man dort ohne Kletterausrüstung hochsteigen kann. Als ich es dann selbst versuchte, bemerkte ich, dass es durchaus möglich war. Steil ist es trotzdem – also pass auf, wo du hintrittst.
Wenn du den Aufstieg hinter dir hast, folgt noch ein vergleichsweise ebenes Stück bis zum Gipfel von Nakadake. Dort oben ist es extrem windig und nochmal deutlich kälter als am Krater von Mount Aso, also zieh dich warm an. Von Nakadake aus kannst du noch zum höheren Takadake-Gipfel weiterwandern, was hin und zurück etwa 30-40 weitere Minuten dauert.
Wenn du am Aso Sanjo Terminal ankommst, fällt dir vielleicht ein großes Gebäude nahe dem Besucherzentrum auf, das verlassen wirkt. Das ist das ehemalige Besucherzentrum von Mount Aso. Es wurde einfach verlassen, nachdem der heute genutzte Bau vor einigen Jahren errichtet wurde.
Meist steht eine der Türen einen Spalt weit offen, sodass du dich drinnen umsehen kannst. Im Inneren wirkt es, als wäre das Gebäude überstürzt verlassen worden: Alle Möbel sind noch drin und du kannst sogar noch hinterlassene, original verschlossene Getränkeflaschen finden.
Sich im verlassenen Besucherzentrum umzusehen, ist ein etwas gruseliges Abenteuer – es ist so weitläufig, dass es sich ziemlich seltsam anfühlt, als einziger Mensch in diesem verlassenen Gebäude unterwegs zu sein (oder ist da noch jemand…!?). In jedem Fall: Bitte behandele den Ort respektvoll und lasse ihn so zurück, wie du ihn vorgefunden hast.
Es gibt zahlreiche Wanderrouten, die du auf und um Mount Aso entdecken kannst. Die Folgenden sind meine persönlichen Highlights.
Wenn du Mount Aso komplett erleben willst, empfehle ich dir, den Aufstieg von Aso aus komplett zu Fuß zu machen. Du erlebst unmittelbar, wie die Stadt dem Wald weicht, der Wald ins Grasland übergeht und dieses schließlich den kargen Felsen ganz oben auf dem Berg weicht.
Diese Route ist die längste unter meinen drei Vorschlägen – der Marathon sozusagen. Es ist eine konstante, sanfte Steigung mit der Chance, an vielen Orten auf dem Weg zu stoppen, um Natur und Aussicht zu genießen.
Nach gut 10 Kilometern kommst du oben am Aso Volcano Museum an. Jetzt hast du die Wahl: Welchen der Gipfel willst du erklimmen? Lieber einen in der Nähe wie Kishimadake? Oder weiter bis zum Krater wandern?
Deshalb sind Länge & Dauer der Route flexibel. Die kürzeste Version ist der Weg bis zum Aso Volcano Museum. Die längste mit 15 Kilometern die Wanderung bis zum Krater von Mount Aso. Egal, wie weit du gehst: Gönn dir den Bus auf dem Rückweg!
Auf dieser Wanderroute besuchst du die beiden Gipfel, die im Grasland von Mount Aso liegen und jeweils um die 1.300 Meter hoch sind: Eboshidake und Kishimadake. Diese Wanderung ist ideal für Tage, an denen der Zugang zum Krater gesperrt ist.
Deine Wanderung beginnt am Aso Volcano Museum, wohin du bequem mit dem Bus anreisen kannst. Du kannst entscheiden, ob du zuerst den Aufstieg auf Eboshidake machst, der dich über Kusasenri mit seinen wild grasenden Pferden führt.
Der Aufstieg auf Eboshidake ist ein Rundweg, sodass du nicht beide Male gleich laufen musst. Bei Kishimadake ist es anders, wenn du wieder zum Aso Volcano Museum zurückwillst.
Der Aufstieg zu Kishimadake besteht vor allem aus vielen Treppen und ist weniger überwuchert als Eboshidake. Beide Strecken haben ihren Reiz – und einzigartige Aussichten von Mount Aso in verschiedene Richtungen. Deshalb lohnen sie sich beide!
Diese Route führt dich durch zerklüftete Felslandschaften und über steile Hänge auf den Gipfel Nakadake, von dem aus du eine großartige Aussicht auf den Krater von Mount Aso hast, wo die Route beginnt. Das erste Foto auf dieser Seite entstand von Nakadake aus.
Du startest vom Vulkankrater entlang eines Holzstegs, der dich durch eine aschebedeckte Landschaft führt bis an den Rand der Hochebene rund um den Krater. Von dort hast du eine super Aussicht ins Tal.
Dann beginnt der steile Anstieg nach oben. Du brauchst für diese 150 Höhenmeter unbedingt festes Schuhwerk. Mit jedem Meter wird es etwas kälter und windiger, bis du oben auf dem Bergkamm angelangt bist.
Dort wird der Weg wieder relativ eben und einige hundert Meter später hast du den Gipfel Nakadake erreicht. Diese Wanderung ist kein Rundweg, du musst also wieder runterklettern. Gegen Ende kannst du statt zum Krater zurück auch der Straße zum Aso Sanjo Terminal folgen.
Auch jenseits des majestätischen Mount Aso gibt es in der Region einiges zu sehen, sodass du nicht nur des Bergs wegen einen Stopp hier einlegen musst. Hier sind meine drei Tipps für Ausflüge rund um Aso, die ich dir empfehlen kann – und die kaum unterschiedlicher sein könnten.
2016 erschütterten innerhalb weniger Tage zwei schwere Erdbeben die Präfektur Kumamoto. Auch die Region um Aso war stark betroffen. Kurz nach der Katastrophe veröffentliche Eiichiro Oda, der aus Kumamoto stammende Schöpfer von One Piece, eine Nachricht, in der er seine Hilfe beim Wiederaufbau anbot.
Wie hilft ein Mangazeichner beim Wiederaufbau? Indem Eiichiro Oda und die lokale Regierung ein gemeinsames Projekt ins Leben riefen: Das One Piece Kumamoto Revival Project.
An zehn Orten, die am stärksten vom Erdbeben betroffen waren, wurden Statuen der Mitglieder von Ruffys Crew gebaut. Das Ziel: Die Menschen symbolisch beim Wiederaufbau zu unterstützen und den Tourismus in den betroffenen Gebieten anzukurbeln.
Wenn du One Piece-Fan, abenteuerlustig, oder am Erdbeben von 2016 interessiert bist, begib dich auf eine eintägige Pilgerreise durch die Präfektur Kumamoto und besuche die zehn Statuen, von denen einige an wirklich sehenswerten Orten stehen.
Nicht weit von Aso entfernt liegt einer der bekanntesten Onsen Towns Japans: Kurokawa Onsen. Mit Bus oder Auto bist du in einer guten Stunde dort. In Kurokawa Onsen dreht sich alles um die heißen Quellen: Der Ort liegt in einem Tal mit vielen dieser Quellen.
In Kurokawa Onsen findest du zahlreiche Ryokan: traditionelle japanische Gasthäuser, von denen fast jedes eine eigene heiße Quelle hat, die die Wasserbecken des Ryokans speist. Du musst nicht in einem Ryokan übernachten, um zu baden: Für 1.500 Yen kannst du einen Tagespass kaufen – zum Beispiel im Aso Base Backpackers – mit dem du Zugang zu den meisten Onsen vor Ort hast.
Wenn du länger bleiben (und mehr Geld in die Hand nehmen) willst, kannst du in einem der traditionellen Ryokan übernachten. Eine einmalige Erfahrung, die sich lohnt – im Übernachtungspreis (je nach Ryokan zwischen 150 und 600 Euro) sind ein mehrgängiges Abendessen und Frühstück mit enthalten.
Ich habe in Kurokawa Onsen in zwei verschiedenen Ryokan übernachtet und beide Male war das Essen großartig. Manche Ryokan haben sogar Privat-Onsen, die du als Übernachtungsgast buchen kannst. In jedem Fall ist Kurokawa Onsen ein lohnenswertes Ziel!
Um die Ereignisse der Kumamoto-Erdbeben von 2016 für die Nachwelt sichtbar zu machen, an den Verlust von Leben und die zerstörerische Kraft der Beben zu erinnern, wurde nach der Naturkatastrophe das KIOKU-Museum (Kumamoto Earthquake Memorial Museum) eröffnet.
Das Museum liegt in den Hügeln des Aso Caldera und ist von Aso mit dem Auto in 20 Minuten erreichbar. Die Ausstellung zu den Erdbeben ist ziemlich eindrucksvoll, unter anderem kannst du dort einen Film über die Katastrophe sowie zahlreiche Exponate beschädigter Gegenstände sehen.
Auch die Museumsgebäude selbst und ihre Umgebung sind einen Besuch wert – vom KIOKU-Museum hast du eine schöne Aussicht über die angrenzenden Hügel. Als ich dort war, habe ich etwa 90 Minuten für die Ausstellung gebraucht. Für einen kurzen Abstecher von Aso aus ist das Erdbeben-Museum also optimal geeignet, wenn du dich für die Geschichte dieser Katastrophe interessiert.
Aso und der gleichnamige Berg liegen relativ zentral in Kyushu, Südjapan und gehören zur Präfektur Kumamoto.
Wenn du nicht allzu viel Zeit hast und trotzdem nach Aso willst, sind zwei Nächte vor Ort eine gute Lösung. So hast du einen vollen Tag auf Mount Aso und kannst dir viel Zeit für die verschiedenen Wanderrouten nehmen. Mit dem Zug ist die Anreise von mehreren bei Reisenden beliebten japanischen Städten aus unkompliziert – von Kumamoto aus sind es 1,5 Stunden, von Fukuoka 2,5 Stunden, von Hiroshima und Nagasaki 3,5 Stunden und von Osaka 5,5 Stunden. Du hast also verschiedene Möglichkeiten, wie du Aso in deine Reiseroute einbinden kannst. Wenn du Aso mit dem Mietwagen entdecken möchtest, empfehle ich dir, ihn entweder in Kumamoto oder direkt in Aso zu besorgen.
Wenn du Mount Aso und die Region wirklich gut kennenlernen möchtest, dann nimm dir mehr Zeit. Mein bisher längster Aufenthalt in Aso waren vier Nächte und langweilig wurde mir nie. Ganz im Gegenteil: Wenn es dein erster Aufenthalt in der Region ist, kannst du auch 3-4 Tage in Aso randvoll mit Aktivitäten füllen. Unternimm verschiedene Wanderungen auf Mount Aso, mach einen Tagesausflug nach Kurokawa Onsen, entdecke die Präfektur Kumamoto auf der One Piece Pilgrimage – es gibt in der Region so viele besondere Erfahrungen, die du machen kannst, dass sich auch ein längerer Aufenthalt wirklich lohnt.

Nur 30 Minuten von Osaka entfernt liegt eine verlassene Bahnstrecke. Heute verläuft ein Wanderweg auf ihr – ein besonderer Abstecher in die Natur von Osaka aus.

Im entlegenen Iya Valley wurden Flüsse traditionell mit Brücken aus Lianen überwunden. Heute sind nur noch drei dieser Brücken übrig – Kazurabashi ist die bekannteste.

Mount Tsurugi ist der höchste Berg im Iya Valley auf Shikoku. Vom Gipfel hast du einen großartigen Panoramablick auf das Tal – doch bereits der Weg nach oben lohnt sich.

Im Iya Valley auf Shikoku liegt ein Dorf, das in ganz Japan einmalig ist: Nagoro Village. Es ist von hunderten Vogelscheuchen bevölkert. Entdecke es selbst – wenn du dich traust.
Hi, ich bin Fabian und ich reise gerne. WOW! Überraschend, oder? Außerdem bin ich der Mann hinter Nihonestly, selbstständiger Marketingberater, Teilzeit-DJ und fotografiere gerne, aber nicht immer gut. Japan war für mich Liebe auf den zweiten Blick, dafür dann aber richtig. Auf Nihonestly teile ich persönliche Erfahrungen und Tipps aus meinen Japanreisen. Der Fokus meines Blogs liegt auf den weniger bereisten Gegenden Japans. Für diese weniger bekannten Seiten und Geheimtipps Japans will ich dich begeistern, damit du sie bei deiner nächsten Japanreise vielleicht auch besuchst!
Nihonestly ist anders als andere Japan-Reiseblogs – dafür gibt es 3 Gründe:
Nihonestly ist der richtige Blog für alle, die auf ihrer Japanreise einen oder zwei besondere Stops machen möchten und Inspiration dafür suchen. Ganz gleich, ob du einen 2-Wochen-Trip von Tokio nach Kyoto und zurück planst oder in 4 Wochen den Großteil Japans abdecken willst – wenn du noch auf der Suche nach einem weiteren Highlight für deine Reiseroute bist, dann bist du auf Nihonestly richtig. Ich hoffe, du findest hier, was du suchst!
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