
Takedao Abandoned Railway Hike: Wandern auf Gleisen
Nur 30 Minuten von Osaka entfernt liegt eine verlassene Bahnstrecke. Heute verläuft ein Wanderweg auf ihr – ein besonderer Abstecher in die Natur von Osaka aus.
Im Jahr 1643 veröffentlichte der japanische Gelehrte Hayashi Gahō eine Liste mit den drei schönsten Landschaften Japans. Eine davon ist Amanohashidate in der Präfektur Kyoto. Diese „Himmelsbrücke“ genannte natürliche Sandbank inspiriert Besucher nun schon seit fast 400 Jahren – und dich bald auch?
Amanohashidate ist eine natürliche Sehenswürdigkeit in der Kansai-Region. Die etwa drei Kilometer lange Sandbank verläuft quer durch die Bucht von Miyazu und ist von 8.000 Kiefern gesäumt. Wörtlich übersetzt bedeutet Amanohashidate „Himmelsbrücke“. Der Grund dafür: Wenn du dich an einem der Aussichtspunkte mit dem Rücken zu Amanohashidate stellst und mit dem Kopf zwischen deinen Beinen durchblickst, soll die Sandbank wie eine Brücke zwischen Erde und Himmel wirken.
Amanohashidate gehört zur Stadt Miyazu und liegt in der Präfektur Kyoto an der Nordküste Japans. Lass dich vom Namen „Kyoto“ aber nicht täuschen – von Kyoto nach Amanohashidate brauchst du mit dem Zug immerhin fast 3 Stunden. Von Osaka aus dauert es noch etwas länger.
Amanohashidate ist von Kyoto und Osaka sehr einfach mit dem Zug zu erreichen. Von beiden Städten aus musst du in der Regel nur einmal umsteigen – in Fukuchiyama – bis du in Amanohashidate Station den Zug verlässt. Von Kyoto und Osaka aus kannst du den Besuch in Amanohashidate als Tagesausflug einplanen, wenn du nichts gegen lange Zugfahrten hast. Wenn du mal eine Auszeit von den Großstädten brauchst, ist Amanohashidate auf jeden Fall eines der hochkarätigsten Ziele in der Kansai-Region!
Himmelsbrücke und eine der drei schönsten Landschaften Japans: Amanohashidate inspiriert schon seit fast 400 Jahren die Gemüter, denn der Ort ist gesegnet mit einer einmaligen Geografie: Eine natürliche, drei Kilometer lange, kiefernbewachsene Sandbank, die quer durch die Bucht von Miyazu verläuft und diese vom Meer abtrennt.
Man könnte meinen, das wären Gründe genug, damit Amanohashidate jeden Tag von Touristen überrannt wird. Aber keine Sorge: Durch die Lage an Japans Nordküste ohne Großstädte in unmittelbarer Nähe halten sich die Touristenströme in Amanohashidate in Grenzen. Zwar ist es ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge und hat zwei gut ausgebaute Aussichtspunkte – einer sogar mit kleinem Vergnügungspark – aber überlaufen ist Amanohashidate nicht.
Einer der Aussichtspunkte liegt südlich der Sandbank, einer nördlich. Perfekt für eine Ausflugsroute, auf der du alles sehen kannst, was besonders an Amanohashidate ist. Lies weiter, um meine Empfehlungen zu entdecken!
Dein Besuch in Amanohashidate beginnt an der Amanohashidate Station, im Süden der Sandbank. Mach dich vom Bahnhof auf den Weg zur Brücke, die das Festland mit der Sandbank verbindet und lege auf dem Weg einen Stopp ein, um das Gelände des nahegelegenen Choinji-Tempels zu besuchen. Falls du Hunger hast, findest du auch einige Restaurants zwischen Bahnhof und Sandbank.
Dann ist es soweit. Du überquerst die Brücke und stehst auf der Sandbank Amanohashidate. Es ist etwas paradox: Amanohashidate ist am bekanntesten für die Aussicht auf die Sandbank – und wenn du auf der Sandbank bist, fehlt dir diese Aussicht natürlich. Trotzdem ist die Überquerung von Amanohashidate ein schönes Erlebnis und ermöglicht dir, tiefer in den Ort einzutauchen, als wenn du nur die Aussichtsplattformen besuchen würdest.
Die Sandbank ist drei Kilometer lang. Je nach Laufgeschwindigkeit und der Menge an Zeit, die du dir nimmst, wirst du wahrscheinlich zwischen 45 und 90 Minuten für die Überquerung brauchen. Genieße beim Weg über die Sandbank den beidseitigen Blick aufs Wasser und die einmalige Kombination aus Kiefernhainen und Sandstränden.
Nachdem du Amanohashidate überquert hast, fahre mit dem Sessellift zum nördlichen Aussichtspunkt – dem Amanohashidate Kasamatsu Park. Oben auf dem Berg gibt es einige schöne Aussichtsplattformen und die Möglichkeit, Snacks zu holen. Wenn du dir ein Softeis besorgst, pass auf: Die Vögel dort werden versuchen, es wegzuschnappen!
Außerdem kannst du dort deine Skills bei einem traditionellen Glücksspiel auf die Probe stellen: Wenn du es schaffst, eine Disc durch den Ring zu werfen, der am Berghang installiert ist, dann bringt das Glück! Du hast drei Versuche.
„Die Robe der Fischerin betrachte ich und schreite hinüber, der Mond über Hashidate."
– Yosa Buson, 1716–1784
Wenn du nach dem Besuch des nördlichen Aussichtspunkts keine Lust hast, nochmal die drei Kilometer von Amanohashidate abzulaufen, kannst du die Fähre nehmen, die entlang der Sandbank zurück auf die südliche Seite fährt. Das ist eine gute Gelegenheit, den Ort auf eine weitere Art zu erleben. Die Fahrt dauert etwa 15 Minuten.
Die Fähre wird von zahlreichen Vögeln begleitet, die auf Snacks aus sind. Wenn du dich traust, kannst du Chips oder ähnliche Snacks auf dem Deck der Fähre hoch in die Luft halten. Die Meeresvögel werden trotz starkem Wind versuchen, sie dir aus der Hand zu schnappen – mit Erfolg!
Jetzt, wo du zurück am südlichen Ufer bist, legst du den letzten Stopp auf deiner Amaohashidate-Tour an, bevor du dich zurück auf den Weg zum Bahnhof machst. Nimm den Sessellift zum zweiten Aussichtspunkt. Dieser ist der bekannteste, von wo aus du den klassischen Panoramablick auf Amanohashidate genießen kannst. Außerdem gibt es sogar einen kleinen Vergnügungspark auf dem Berg – das Amanohashidate Viewland. Dort kannst du unter anderem Riesenrad fahren.
Du findest an diesem Aussichtspunkt auch ein kleines Podest, von dem aus Amanohashidate auf die typische Perspektive (matanozoki genannt) zu begutachten ist: Stell dich breitbeinig mit dem Rücken zu Amanohashidate hin und blicke nach hinten zwischen deinen Beinen durch. Manche sagen, dass es auf diese Weise aussieht, als würde Amanohashidate wirklich in den Himmel führen.
Amanohashidate liegt an der Nordküste der Präfektur Kyoto, etwa 2,5 Stunden entfernt von Kyoto und 3 Stunden von Osaka.
Ich würde behaupten, dass du nicht unbedingt in Amanohashidate übernachten musst – denn du kannst die Highlights des Orts bequem in 4 Stunden besuchen, ohne dich beeilen zu müssen. Am besten kannst du den Besuch in Amanohashidate in deine Japan-Reiseroute einbauen, indem du ihn als Tagesausflug von Kyoto oder Osaka machst.
Von beiden Städten bist du mit dem Zug in 2,5 bis 3 Stunden in Amanohashidate. Also musst du nicht zu früh am Morgen aufstehen, damit du mittags dort bist, bis zum späten Nachmittag Zeit in Amanohashidate verbringst und dann die Rückfahrt antrittst, sodass du abends zurück in Osaka oder Kyoto bist. Die Zugfahrten sind zwar recht lang, aber wenn dir das nichts ausmacht, ist der Besuch in Amanohashidate als Tagesausflug die beste Option.
Wenn du jedoch mehr Zeit an der selten bereisten Nordküste dieses Teils von Japan verbringen willst, kannst du Amanohashidate jedoch auch als Zwischenstopp von Kyoto oder Osaka aus besuchen und eine Nacht dort verbringen, bevor du zum Beispiel am nächsten Tag nach Tottori weiterreist – Japans am wenigsten besuchter Präfektur und dem einzigen Ort in Japan, an dem du dich dank der größten Sanddünen Japans wie in der Wüste fühlst!

Nur 30 Minuten von Osaka entfernt liegt eine verlassene Bahnstrecke. Heute verläuft ein Wanderweg auf ihr – ein besonderer Abstecher in die Natur von Osaka aus.

Im entlegenen Iya Valley wurden Flüsse traditionell mit Brücken aus Lianen überwunden. Heute sind nur noch drei dieser Brücken übrig – Kazurabashi ist die bekannteste.

Mount Tsurugi ist der höchste Berg im Iya Valley auf Shikoku. Vom Gipfel hast du einen großartigen Panoramablick auf das Tal – doch bereits der Weg nach oben lohnt sich.

Im Iya Valley auf Shikoku liegt ein Dorf, das in ganz Japan einmalig ist: Nagoro Village. Es ist von hunderten Vogelscheuchen bevölkert. Entdecke es selbst – wenn du dich traust.
Hi, ich bin Fabian und ich reise gerne. WOW! Überraschend, oder? Außerdem bin ich der Mann hinter Nihonestly, selbstständiger Marketingberater, Teilzeit-DJ und fotografiere gerne, aber nicht immer gut. Japan war für mich Liebe auf den zweiten Blick, dafür dann aber richtig. Auf Nihonestly teile ich persönliche Erfahrungen und Tipps aus meinen Japanreisen. Der Fokus meines Blogs liegt auf den weniger bereisten Gegenden Japans. Für diese weniger bekannten Seiten und Geheimtipps Japans will ich dich begeistern, damit du sie bei deiner nächsten Japanreise vielleicht auch besuchst!
Nihonestly ist anders als andere Japan-Reiseblogs – dafür gibt es 3 Gründe:
Nihonestly ist der richtige Blog für alle, die auf ihrer Japanreise einen oder zwei besondere Stops machen möchten und Inspiration dafür suchen. Ganz gleich, ob du einen 2-Wochen-Trip von Tokio nach Kyoto und zurück planst oder in 4 Wochen den Großteil Japans abdecken willst – wenn du noch auf der Suche nach einem weiteren Highlight für deine Reiseroute bist, dann bist du auf Nihonestly richtig. Ich hoffe, du findest hier, was du suchst!
Wir werden deinen Marker-Vorschlag prüfen und ihn so schnell wie möglich freigeben.