
Takedao Abandoned Railway Hike: Wandern auf Gleisen
Nur 30 Minuten von Osaka entfernt liegt eine verlassene Bahnstrecke. Heute verläuft ein Wanderweg auf ihr – ein besonderer Abstecher in die Natur von Osaka aus.
Selbst wenn du noch nie in Japan warst, besteht eine gute Chance, dass du Miyajima bereits kennst – denn dort steht eines von Japans bekanntesten Torii. Es gehört zum Itsukushima-Schrein und wurde im Meer gebaut. Doch neben dem berühmten Torii hat Miyajima noch mehr zu bieten – nämlich den Berg, der im Herzen der Insel liegt und von dem aus du eine großartige Aussicht auf die umliegende Insellandschaft hast!
Miyajima ist eine kleine Insel vor der Küste von Hiroshima. Mit nur 30 km² ist sie ziemlich genauso groß wie Borkum, aber deutlich höher – der Berg Misen auf Miyajima zählt immerhin stolze 535 Meter.
Für seine Größe ist Miyajima wirklich sehr bekannt. Der Hauptgrund ist der Itsukushima-Schrein an der Küste der Insel. Zu ihm gehört eines der bekanntesten Torii von Japan. Diese knalltoren Tore findet man in nahezu jedem Shinto-Tempel des Landes. Doch das besagte Torii des Itsukushima-Schreins steht im Meer nahe der Küste. Abhängig von den Gezeiten kann es bei Ebbe zu Fuß erreicht werden, bei Flut wird es von den Wellen umspielt.
Es gibt sogar noch einen zweiten Grund, warum die Insel so berühmt ist: Sie ist Teil einer wirklich malerischen Landschaft von Inseln und Buchten. So malerisch sogar, dass bereits 1643 der japanische Gelehrte Hayashi Gahō Miyajima zu einer der drei schönsten Landschaften Japans ausrief.
Während Miyajima zunächst vielleicht nach „abgelegener Insel“ klingen mag, ist die Wahrheit deutlich praktischer: Miyajima ist von Hiroshima aus sehr einfach per Fähre zu erreichen. So einfach sogar, dass jedes Jahr knapp 5 Millionen Besucher auf die Insel kommen. Für dich bedeutet das: Du kannst Miyajima problemlos in deine Japan-Reise einbauen, wenn du einen Stopp in Hiroshima machen willst.
Zu touristisch für dich? Wenn du eine Insel-Alternative mit weniger Besuchern, ohne Torii, aber dafür mit vielen Katzen suchst, dann sieh dir meine Reisetipps über Sanagijima an – die Katzeninsel vor der Küste von Shikoku.
Da Miyajima eine Insel ist, kannst du nur mit der Fähre anreisen. Vom Festland ist es ein kurzer Sprung – innerhalb von 10 Minuten bist du bereits auf Miyajima. Die Fähre (JR West Miyajima Ferry) legt am Festland von Miyajimaguchi ab und fährt zwischen 8 und 17 Uhr vier Mal pro Stunde. Um zum Hafen Miyajimaguchi zu kommen, brauchst du 30 Minuten mit dem Zug von Hiroshima Station.
Mit einem Eisenbahnpass Fähre fahren? Klingt komisch, ist aber so. Da die Fähre nach Miyajima von Japan Railways (JR West) betrieben wird, ist sie gratis für dich, wenn du einen für die Region gültigen JR Pass besitzt.
„Wer die Schönheit von Miyajima nicht gesehen hat, darf sich kein Urteil über die Schönheit Japans erlauben."
– Itō Hirobumi (1841-1909), erster Premierminister Japans und Miyajima-Liebhaber
Wenn du die Fähre auf Miyajima verlässt, führt dein Weg dich durch Miyajimacho, den größten Ort auf der Insel, der sehr auf die Touristenströme ausgelegt ist. Hier findest du Souvenirs, Restaurants, Kimono-Rentals, Hotels – und sogar einige freilaufende Rehe, die ähnlich zahm sind wie ihre Artgenossen in Nara. Vom Fährterminal zum Itsukushima-Schrein mit seinem bekannten Torii ist es weniger als ein Kilometer Laufweg.
Der Besuch des Torii im Meer ist sehr unterschiedlich, je nachdem wann du kommst: Bei Ebbe kannst du oftmals bis hin zum Torii laufen und es aus der Nähe bewundern. Bei Flut bietet sich hingegen der Anblick, der das Torii so berühmt gemacht hat: Es ragt aus dem Wasser auf und scheint sogar auf den Wellen zu schweben. Ich finde den Besuch während der Flut deshalb deutlich attraktiver – denn der Anblick, der sich bietet, ist wirklich einzigartig.
Wenn du die nötige Zeit mitgebracht hast, sollte deine Miyajima-Reise noch nicht direkt nach dem Besuch des Torii aufhören. Denn Miyajima hat noch mehr zu bieten – und zwar die beeindruckenden Aussichten auf die umliegenden Inseln und Buchten, die ihr den Ruf als eine der drei schönsten Landschaften Japans beschert haben.
Ich empfehle dir den Aufstieg zum Mount Misen, dem 535 Meter hohen Berg in der Mitte der Insel. Der Aufstieg ist von Miyachimacho gut ausgeschildert und du wirst dich nicht verlaufen. Bring auf jeden Fall eine gewisse Grundfitness mit, denn du wirst eine Menge Treppen steigen auf dem Weg nach oben. Doch der steile Aufstieg belohnt dich schon weit, bevor du den Gipfel erreichst, mit einem großartigen Panorama.
Alternativ kannst du natürlich auch die Seilbahn nehmen, auch wenn du dann auf einige Panoramablicke verzichten musst, die sich auf dem Fußweg bieten. Egal wie du auf den Gipfel kommst, oben auf Mount Misen sind mehrere schöne buddhistische Tempel und Shinto-Schreine zu finden, sowie die höchstgelegene Aussichtsplattform von Miyajima. Da nicht alle Miyajima-Besucher den Weg auf Mount Misen auf sich nehmen, ist dort auch etwas weniger los als unten.
Miyajima liegt direkt vor der Küste von Hiroshima und ist Teil der Chugoku-Region.
Am sinnvollsten ist es, Miyajima von Hiroshima aus als Tagesausflug zu besuchen. Du bist von Hiroshima in unter einer Stunde auf Miyajima und die von mir beschriebene Route mit Itsukushima-Schrein, dem berühmten Torii und dem Aufstieg zu Fuß auf Mount Misen dauert etwa 3-5 Stunden – je nachdem, wie viel Zeit du dir an den einzelnen Orten nimmst. Du musst also gar nicht mal so früh aufstehen, um rechtzeitig zum Abendessen wieder in Hiroshima zu sein.
Das bedeutet: Wenn du Hiroshima besuchst, plane auf jeden Fall einen Tag deines Aufenthalts für den Ausflug nach Miyajima ein. In Hiroshima selbst gibt es auch zahlreiche sehenswerte Orte und Aktivitäten. Nicht nur aufgrund der tragischen Geschichte der Stadt, sondern auch, weil Hiroshima heute, 80 Tage nach der Atombombe, eine lebenswerte, entspannte und angenehme Stadt ist. Um Hiroshima besser kennenzulernen, würde ich an deiner Stelle mindestens einen vollen Tag, besser sogar zwei Tage einplanen.
Und nach Miyajima bzw. Hiroshima? Für viele Japan-Reisende – vor allem, wenn es das erste Mal ist – ist Hiroshima der westlichste Punkt ihrer Route und sie kehren nach dem Besuch in Richtung Osaka zurück. Wenn du Zeit hast, lohnt es sich jedoch, auch noch weiter nach Südwesten vorzustoßen – nach Kyushu, der südlichsten von Japans vier Hauptinseln. Vor allem, wenn du Natur liebst. Dann wirst du beispielsweise in Aso voll auf deine Kosten kommen!

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Hi, ich bin Fabian und ich reise gerne. WOW! Überraschend, oder? Außerdem bin ich der Mann hinter Nihonestly, selbstständiger Marketingberater, Teilzeit-DJ und fotografiere gerne, aber nicht immer gut. Japan war für mich Liebe auf den zweiten Blick, dafür dann aber richtig. Auf Nihonestly teile ich persönliche Erfahrungen und Tipps aus meinen Japanreisen. Der Fokus meines Blogs liegt auf den weniger bereisten Gegenden Japans. Für diese weniger bekannten Seiten und Geheimtipps Japans will ich dich begeistern, damit du sie bei deiner nächsten Japanreise vielleicht auch besuchst!
Nihonestly ist anders als andere Japan-Reiseblogs – dafür gibt es 3 Gründe:
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