Fushimi-Inari-Schrein:
Mach die Nacht zum Tag.

Ein Artikel über den Fushimi-Inari-Schrein? Auf einem Blog über Geheimtipps in Japan? Hä? Wenn das deine Reaktion ist, liegst du nicht falsch. Zehntausende Touristen besuchen den Schrein jeden Tag. Jeden TAG. Und genau hier setzt mein Geheimtipp an: Komm nachts!

Nur rot, schwarz und du: Wenn du den Fushimi-Inari-Schrein nachts besuchst, bist du fast alleine mit den Torii.

Inhaltsverzeichnis

Fushimi-Inari-Schrein: Häufigste Fragen & Antworten

Was ist der Fushimi-Inari-Schrein?

Der Fushimi-Inari-Schrein (japanisch: Fushimi Inari Taisha) ist einer der bekanntesten Shinto-Schreine in Japan. Von allen Shinto-Schreinen zählt er die meisten Besucher pro Jahr – Schätzungen zufolge etwa 10 Millionen Menschen. Besonders bekannt ist der Fushimi-Inari-Schrein für die abertausenden rot-orangen Tore (japanisch: Torii), die seine Wege zieren. Diese Torii werden von Unternehmen sowie Einzelpersonen gespendet in der Hoffnung, dass sie im Gegenzug mit Reichtum gesegnet werden. 

Der Fushimi-Inari-Schrein liegt etwas außerhalb von Kyoto und ist super ans lokale Verkehrsnetz angebunden, zum Beispiel über die JR-Haltestelle Inari und die Keihan Line-Station Fushimi Inari. Von Gion in Kyoto bist du in unter 30 Minuten dort. Das macht den Fushimi-Inari-Schrein zu einem leicht erreichbaren, beliebten Touristenziel und einem der bekanntesten Tempel Kyotos, zusammen mit dem Kiyomizu-Dera-Tempel.

Wie bereits erwähnt, besuchen etwa 10 Millionen Menschen den Fushimi-Inari-Schrein pro Jahr. Das macht im Durchschnitt knapp 30.000 Besucher pro Tag. Du kannst dir sicher vorstellen, was das bedeutet: Tagsüber bist du im Fushimi-Inari-Schrein niemals allein. Nicht gerade die besten Umstände, um den Schrein wirklich auf dich wirken zu lassen. Wenn du den Fushimi-Inari-Schrein erst am Abend besuchst, wirst du jedoch überrascht sein: Besuchermäßig ist es echt ein Unterschied wie Tag und Nacht (hehe). Sobald es dunkel wird, sinken die Besucherzahlen rapide – und dein Besuch wird mit jeder späteren Stunde ungestörter und abenteuerlicher.

Der Fushimi-Inari-Schrein bei Nacht: Besser als tagsüber.

Magst du touristische Orte, an denen richtig viel los ist? Wo du für 100 Meter Fußweg fünf Minuten brauchst, weil jeder um dich herum das Laufen zu verlernt haben scheint? Wo auf jedem deiner Fotos ungefähr 30 weitere Personen mit drauf sind? Wo du dir am Ende deines Besuchs gar nicht sicher bist, welchen Eindruck der Ort überhaupt auf dich hinterlassen hat – weil einfach zu viel los war, um ihn wirklich auf dich wirken zu lassen?

Wenn du all diese Fragen mit „Ja“ beantwortet hast, wirst du den Fushimi-Inari-Schrein lieben! Er ist Japans meistbesuchter Shinto-Schrein mit etwa 10 Millionen Besuchern pro Jahr – das sind eine Million mehr Menschen, als in ganz Österreich leben. Unglaublich, oder? Am meisten los ist zu den beliebtesten Japan-Reisezeiten im Frühling (Anfang April) und Herbst (Ende Oktober). Vielleicht bist du ja auch gerade zu diesem Zeitpunkt da und kannst den Andrang im vollen Ausmaß bewundern!

Du hast beim Lesen der vorherigen Absätze Schweißausbrüche bekommen? Du würdest den Fushimi-Inari-Schrein eher gar nicht besuchen, bevor du dich als Teil der Menschenmassen unter seinen roten Torii durchwälzt? Dann habe ich gute Nachrichten für dich: Egal, zu welcher Jahreszeit du in Japan bist, es gibt immer einen Trick, mit dem du den Fushimi-Inari-Schrein fast für dich alleine hast. Besuche ihn einfach abends, sobald es dunkel ist!

Fushimi-Inari am Tag: Alle da.
Fushimi-Inari bei Nacht: Keiner da.
Wo sind alle hin?

In jeder Stunde, die nach dem Sonnenuntergang verstreicht, leert sich der Fushimi-Inari-Schrein weiter, bis nur noch eine Handvoll Besucher auf dem Gelände des Schreins unterwegs sind.

Die gute Nachricht: Fushimi-Inari hat die ganze Nacht offen! Die noch bessere Nachricht: Du musst nicht bis 3 Uhr nachts warten, damit nichts mehr los ist.

Ich war zum Beispiel schon drei Mal zur beliebten Reisezeit im Oktober in verschiedenen Jahren nachts im Fushimi-Inari-Schrein und es waren schon zwischen 21 und 23 Uhr kaum noch andere Besucher da.

Der Fushimi-Inari-Schrein bei Nacht: Tipps!

Nachts kannst du auch nichtmenschliche Besucher treffen.
Eine junge Frau wartet abends an der Inari Station auf den Zug
Eine einsame Reisende wartet auf ihren Zug. Fushimi-Inari Station der Keihan Line gegen 21 Uhr abends.

„Ich machte mich auf den Weg zum Inari-Schrein. Der Aufstieg war steil und ich keuchte und stöhnte vor Anstrengung, doch die einfachen Leute überholten mich mühelos und beteten voller Eifer. Ich beneidete sie sehr."

WO IST DAS?

Wo in Japan liegt der Fushimi-Inari-Schrein?

Der Fushimi-Inari-Schrein liegt etwas südlich von Kyoto und ist von dort super mit der Bahn zu erreichen!

Klicke auf das "+" auf der Karte, um an den Fushimi-Inari-Schrein heranzuzoomen!

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Nihonestly: Über den Blog und den Autor

Wer steckt hinter dem Japan-Reiseblog Nihonestly?
Mann streichelt ein Reh.

Hi, ich bin Fabian und ich reise gerne. WOW! Überraschend, oder? Außerdem bin ich der Mann hinter Nihonestly, selbstständiger Marketingberater, Teilzeit-DJ und fotografiere gerne, aber nicht immer gut. Japan war für mich Liebe auf den zweiten Blick, dafür dann aber richtig. Auf Nihonestly teile ich persönliche Erfahrungen und Tipps aus meinen Japanreisen. Der Fokus meines Blogs liegt auf den weniger bereisten Gegenden Japans. Für diese weniger bekannten Seiten und Geheimtipps Japans will ich dich begeistern, damit du sie bei deiner nächsten Japanreise vielleicht auch besuchst! 

Nihonestly ist anders als andere Japan-Reiseblogs – dafür gibt es 3 Gründe:

  1. 100% eigene Erfahrungen: Alle Reisetipps auf Nihonestly basieren auf meinen eigenen Erfahrungen in Japan. Wenn ich es nicht selbst erlebt habe, schreibe ich auch nicht drüber. Mein Anspruch ist nicht, dir einen gesamten Überblick über Japan zu geben. Stattdessen möchte ich dir in meinem Blog meine persönliche Perspektive auf Japan vermitteln – indem ich nur über die Orte und Erlebnisse berichte, die meine eigenen Japanreisen besonders gemacht haben. Vielleicht wirst du von ihnen bald genauso begeistert sein wie ich!
  2. Viele Geheimtipps: Sicher wirst du eines Tages auf Nihonestly auch Kyoto-Reisetipps oder Osaka-Geheimtipps finden. Aber der Schwerpunkt liegt immer auf den Orten Japans, die von westlichen Touristen seltener bereist werden. Ein aktiver Vulkan im Herzen einer uralten Graslandschaft, die mit jeder Jahreszeit seine Farbe wechselt. Einer der heiligsten buddhistischen Orte Japans, dessen Name übersetzt „Berg der Furcht“ bedeutet. Eine Kleinstadt in Nordjapan, die mit einer weltberühmten Kunstausstellung erfolgreich gegen Landflucht und Perspektivlosigkeit kontert. Wenn dich solche Orte begeistern und du sie selbst besuchen willst, bist du hier GENAU richtig! 
  3. Touristen-Perspektive: Es gibt verschiedene Perspektiven auf Japan und die dazugehörigen Reisetipps: zum Beispiel von Einheimischen, Expats und Touristen. Nihonestly verkörpert die volle Touristen-Perspektive, da ich selbst bisher immer als Tourist in Japan war und nie länger dort gelebt habe. Das heißt: Auf Nihonestly kriegst du Reisetipps, die du easy in jede 2-, 3- oder 4-wöchige Japanreise einbauen kannst – und praxiserprobte Ratschläge, wie du das am besten machen kannst.

Nihonestly ist der richtige Blog für alle, die auf ihrer Japanreise einen oder zwei besondere Stops machen möchten und Inspiration dafür suchen. Ganz gleich, ob du einen 2-Wochen-Trip von Tokio nach Kyoto und zurück planst oder in 4 Wochen den Großteil Japans abdecken willst – wenn du noch auf der Suche nach einem weiteren Highlight für deine Reiseroute bist, dann bist du auf Nihonestly richtig. Ich hoffe, du findest hier, was du suchst!

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