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Anfang Februar 2026 eröffnete der PokéPark Kanto, der erste dauerhafte Pokemon-Themenpark Japans – und der Welt. Aber lohnt sich der Besuch im PokéPark wirklich? Ich habe den PokéPark Kanto kurz nach seiner Eröffnung besucht und teile meine Erfahrungen mit dir.
Anfang Februar 2026 eröffnete der etwa 45 Minuten westlich von Tokio gelegene PokéPark Kanto seine Tore für die Öffentlichkeit – die erste dauerhafte Pokemon-Attraktion im Freien auf der ganzen Welt. Er ist Teil von Yomiuriland, eines größeren Vergnügungsparks, der schon länger am selben Ort existiert. Im PokéPark Kanto warten verschiedene Attraktionen auf Besucher, die alle eine besondere Erfahrung für Pokémon-Fans versprechen sollen. Aber Spoiler Alert: Um einen vollen Tag im PokéPark zu verbringen, gibt es nicht genug Attraktionen.
Wenn du dir die Google-Bewertungen vom PokéPark Kanto ansiehst, bemerkst du: Sie sind ziemlich durchwachsen. Bei genauerem Hinsehen wird klar, dass das vor allem am Ticketing liegt. Wie oft in Japan üblich, gibt es verschiedene Websites für den Ticketkauf zum PokéPark Kanto für japanische Besucher auf der einen Seite und internationale Gäste auf der anderen. Beide Gruppen beklagen allerdings gleichermaßen technische Probleme der Ticketing-Seite.
Mein Ticketkauf für den PokéPark lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Schweineglück. Ich erfuhr ausgerechnet an dem Tag und in der Stunde vom PokéPark Kanto, als der Ticketverkauf gerade begann. Also sprang ich direkt auf die Ticketing-Website und versuchte mein Glück. Zunächst hatte ich den Ace Trainer’s Pass (das umfangreichste Ticket) im Warenkorb, aber flog aus dem Buchungsprozess und musste von vorne starten. Der Kauf des Trainer’s Pass – das nächstbeste Ticket – klappte dann aber.
„Ich will der Allerbeste sein."
– Ash Ketchum
Es gibt drei verschiedene Ticket-Typen für den PokéPark Kanto: den Town Pass (ab 4.700 Yen), den Trainer’s Pass (ab 7.900 Yen) und den Ace Trainer’s Pass (ab 14.000 Yen). Abhängig vom Tag deines Besuchs können die Pässe aber auch 1.000 bis 2.000 Yen mehr kosten. Je teurer der Ticket-Typ ist, desto mehr Attraktionen kannst du damit im PokéPark besuchen.
Je nach Ticket-Typ ist es nötig, dass du im Voraus einen Zeitslot für den Besuch einer spezifischen Attraktion buchst. Für die Hauptattraktionen des PokéPark erledigst du das direkt beim Ticketkauf. Mit dem Town Pass musst du zum Beispiel einen Zeitslot für das Pokémon-Städtchen Sedge Town buchen. Mit dem Trainer’s Pass kannst du so oft nach Sedge Town, wie du willst, aber brauchst einen Termin für den Besuch im Pokémon Forest. Mit dem günstigeren Town Pass hast du gar keinen Zutritt zum Pokémon Forest. Und mit dem Ace Trainer’s Pass – der Premiumlösung – kannst du beide Attraktionen unbegrenzt besuchen und noch weitere, die mit den anderen Pässen nicht zugänglich sind.
Die Anreise von Tokio ist relativ einfach und schnell. Von Shinjuku oder Shibuya sind es etwa 45 Minuten mit der Bahn bis zum PokéPark Kanto, von Asakusa musst du eine gute Stunde einplanen. Am besten steigst du an der Station Keio-Yomiuri-Land aus. Von dort aus kannst du per Gondel zum Haupteingang des Yomiuriland-Vergnügungsparks fahren (250 Yen pro Strecke).
Nachdem du am Yomiuriland-Eingang mit deinem PokéPark-Ticket eingecheckt hast, führt dich dein Weg noch einige Minuten über das Yomiuriland-Gelände, bevor du am PokéPark ankommst. Damit du reingelassen wirst, musst du entweder dein PokéPark Kanto-Ticket ausgedruckt mitbringen oder es über die offizielle PokéPark Kanto-App einscannen. Die App kannst du jedoch erst runterladen, wenn du in Japan bist – aus dem Ausland klappt’s nicht.
Der PokéPark Kanto besteht aus zwei Hauptattraktionen: Sedge Town und der Pokémon Forest. Sedge Town ist sozusagen der Hub des PokéParks – ein kleines Städtchen, das architektonisch dem Look aus den Pokémon-Games nachempfunden ist. Sedge Town ist allen Besuchern zugänglich. Hier findest du unter anderem einen Pokémon-Markt, ein Pokémon-Center, diverse Verkaufsstände, ein Karussell sowie einige Attraktionen, die leider nur den teureren Tickets vorbehalten sind wie zum Beispiel die Sedge Condominiums.
Der Pokémon Forest ist eine mehrere hundert Meter lange Attraktion, durch die du gemütlich hindurchspazierst. Er ist den verschiedenen Regionen aus den Games nachempfunden und mit lebensgroßen Figuren der Pokémon gefüllt, die die jeweilige Region bevölkern. Zum Beispiel gibt es einen Wald-Abschnitt mit Pflanzen- und Normal-Pokémon und einen Berg mit Boden- und Gesteins-Pokémon.
Und dann gibt es im PokéPark noch einige Attraktionen, die du mit allen Ticket-Typen besuchen kannst, wenn du über die PokéPark Kanto-App rechtzeitig einen Zeitslot buchst. Dazu gehören der Pokémon Daisuki Shop (yes – Shopping nur mit Voranmeldung), das Pokémon Playhouse und die Live-Shows mit DJ im Sedge Town Gym. Mein Tipp: Buche die Zeitslots für diese Attraktionen, so früh es geht – vielleicht schon vor dem Besuchstag, falls möglich. Ich war an meinem Besuchstag bereits kurz nach Eröffnung im PokéPark Kanto und konnte nur noch einen Slot für den Daisuki Shop buchen, da die anderen Attraktionen für diesen Tag schon ausgebucht waren.
Für mich war der Besuch im PokéPark Kanto definitiv eine gemischte Erfahrung. Am besten gefiel mir der Pokémon Forest – die Pokémon waren aufwendig in Szene gesetzt und die Regionen abwechslungsreich gestaltet. Mein entspannter Spaziergang durch die Attraktion inklusive Fotoshoots dauerte etwa 45 Minuten, aber ich ließ mir auch viel Zeit. Wäre das Wetter noch besser gewesen, hätte ich vielleicht noch etwas länger dort verbracht.
Auch Sedge Town selbst war eine gemischte Erfahrung. Einerseits war es schön, ein Städtchen zu besuchen, das komplett im Pokémon-Look gestaltet ist. Die Landschaftsarchitekten und Designer haben sich auf jeden Fall viel Mühe gegeben. Aber andererseits konnte man auch nicht besonders viel in Sedge Town unternehmen.
Bis ich meinen Drink im Pokémarkt bekam, musste ich 30 Minuten vor dem Markt anstehen. Die meisten Geschäfte in Sedge Town verkaufen normalen Pokémon Merch, der teilweise zwar recht niedlich ist, aber den man auch anderswo bekommt. Im Pokémon Center kann man sein Plushie „heilen“ lassen, wenn man es dabei hat – aber auch nur, wenn man sich geduldig in die Warteschlange einreiht. Und die zwei Karussells in Sedge Town sind auch nicht die spektakulärsten Attraktionen ever, zumal eines davon bei schlechtem Wetter schließt.
Dann gibt es noch den Pokémon Daisuki Shop – den Merch-Shop, in den man nur mit zuvor gebuchtem Termin kommt. Hier ist das Sortiment besser und es gibt viele exklusive Pokémon-Artikel, die du nur im PokéPark Kanto findest und die gar nicht mal so teuer sind. Wenn du auf der Suche nach solchem exklusiven Merch bist, lohnt sich dieser Shop auf jeden Fall. Aber falls du Sammelkarten suchst: Vergiss es – die kannst du nirgendwo im PokéPark Kanto kaufen. Und ein Hinweis für Scalper: Jeder Besucher darf jeden Artikel nur ein Mal kaufen.
Über die anderen Attraktionen, die von allen Ticket-Typen per Zeitslot besucht werden können, kann ich nichts berichten, da ich keinen Slot mehr bekommen habe. Hier bin ich auch vom Buchungssystem über die App nicht überzeugt – es wäre viel praktischer, wenn man auch für diese Attraktionen direkt bei der Ticketbuchung einen Wunschtermin angeben könnte.
Wenn ich meine Erfahrung im PokéPark Kanto bewerten müsste, würde ich 5 von 10 Punkten vergeben.
Auf der einen Seite ist der Pokémon Forest auf jeden Fall einen Besuch wert, mir als 90s Kid gefiel der Fokus auf den Pokémon der ersten Generation und wer Special Merch sucht, kommt im Daisuki Shop auf seine Kosten. Andererseits gibt es echt nicht viele Attraktionen, man ist locker an einem halben Tag mit allem durch und muss oft lange anstehen. Auch App und die Buchung von Timeslots über sie wirken nicht voll durchdacht. Was Preis-Leistung betrifft, ist der PokéPark für das, was er bietet, kein günstiger Spaß. Insgesamt war ich mit Ticket und etwas Merch sowie Verpflegung im Park schnell bei etwa 12.000 Yen.
Bereue ich, den PokéPark Kanto besucht zu haben? Nein. Würde ich ihn nochmal besuchen? Auch nein. Deshalb will ich dir einen Besuch keinesfalls ausreden. Ob es sich für dich lohnt, hängt vor allem davon ab, wie groß deine Begeisterung für Pokémon ist und ob die Gesamtkosten für den Besuch bei deiner Reisekasse sinnvoll wirken. Wenn beide Faktoren passen, wirst du sicher eine gute Zeit haben. Wenn du andererseits der Meinung bist, dass der Besuch das Geld nicht wert ist, ist das auch nicht falsch. Dann kannst du dir das nicht immer zuverlässige Ticketportal guten Gewissens sparen.
Ich hoffe, dass der PokéPark sich in den kommenden Jahren weiterentwickelt. Dass neue Attraktionen dazukommen, die Warteschlangen verkürzt werden – zum Beispiel durch mehr Möglichkeiten, Timeslots weit im Voraus zu buchen – und Ticketingprozess & App optimiert werden. So würde der Park die Anziehungskraft, die er ohne Zweifel auf Pokémon-Fans weltweit ausübt, zunehmend rechtfertigen. Aktuell wirkt der PokéPark Kanto jedoch noch wie eine Beta-Version von dem, was er eigentlich sein könnte.
Der PokéPark Kanto liegt westlich von Tokio und ist in 45-60 Minuten von dort mit der Bahn zu erreichen.

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Hi, ich bin Fabian und ich reise gerne. WOW! Überraschend, oder? Außerdem bin ich der Mann hinter Nihonestly, selbstständiger Marketingberater, Teilzeit-DJ und fotografiere gerne, aber nicht immer gut. Japan war für mich Liebe auf den zweiten Blick, dafür dann aber richtig. Auf Nihonestly teile ich persönliche Erfahrungen und Tipps aus meinen Japanreisen. Der Fokus meines Blogs liegt auf den weniger bereisten Gegenden Japans. Für diese weniger bekannten Seiten und Geheimtipps Japans will ich dich begeistern, damit du sie bei deiner nächsten Japanreise vielleicht auch besuchst!
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